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Independent. Diverse. Human.

Kolumne

von Nada Andjelic


Eines Tages habe ich es einfach gemacht.


Ich habe recherchiert, geschrieben, organisiert, fotografiert und bin gelaufen und gelaufen. Jetzt ist es soweit. Unser Team ist groß, die erste Ausgabe ist fertig und die Aufregung riesig. Und um ehrlich zu sein, ich weiß nicht wirklich, wie es dazu gekommen ist. Wir haben es einfach gemacht.


Genauso belief es sich mit meiner Rolle als Journalistin. Wie ein Stiefkind kam ich immer wieder zu diesem einen Beruf, den ich mir jedoch unbewusst immer genauso ausgelegt hatte. Publizistik studiert, Schreiben geliebt und die Wahrheit gesucht. Doch journalistisch tätig zu werden war ein reiner Zufall. Ich habe es einfach gemacht, immer wieder getextet. Und nun bin ich bereits seit über 11 Jahren dabei.


Trotz einiger persönlicher Erfolge war die Synthese zwischen der Passion zum Schreiben und der Berufung als Journalistin nicht vollkommen. Es fehlte in meinem Leben an gelebter und gemachter Ideologie. Politisch aktiv zu werden aufgrund dieser Weltanschauungen war für mich nur eine sehr selbstvernichtende Option. Ich war nicht frei!


Photo: Nada Andjelic
Doch im Laufe der Jahre merkte ich eines: Ich konnte Menschen inspirieren. Und das war schöner als jede utopische und naive Weltanschauung, die ich jemals hatte. Leute, die derselben Meinung sind, zu bekräftigen, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder ihn dazu zu bewegen, mit jemandem über etwas Neues zu sprechen.

Uns gegenseitig zu berühren, ist eine der schönsten Taten, die uns möglich sind. Darum widmen sich Menschen der Kunst, wegen der Emotion, die sie mit sich bringt.


Wir wollen Muse sein, Ohr und Tenor, stille Beobachter und Marktschreier. Denn wir Schreiberlinge sind da, um etwas zu bewegen. Und sei es nur das kleinste Bisschen!

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