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Der 1. Österreichische Integrationsgipfel

"Es geht nicht um links, Mitte oder rechts."

Nada Andjelic


Es war ein voller Erfolg: Rund 800 Personen, davon mehr als 450 VertreterInnen von Organisationen aus ganz Österreich, trafen am Montag, den 2. Dezember 2019, in der Wiener Hofburg ein, um sich drei Themen zuzuwenden: Migration, Integration und Teilhabe.


Initiator und Projektleiter Dino Schosche ist überwältigt von dem großen Interesse und der positiven Resonanz der TeilnehmerInnen. Von der enormen Bedeutung der Initiative ist der BUM-Herausgeber Schosche überzeugt: „Mit dem Integrationsgipfel stellen wir eine Plattform zur Verfügung, um das Miteinander zu fördern und zu stärken. Dabei geht es nicht um links, Mitte oder rechts. Es geht nicht um Regierung oder Opposition. Es geht um uns alle, 8,8 Millionen MitbürgerInnen. Der erste Integrationsgipfel hat in aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“


Dino Schosche, Prof. Dr. Aladin Mafaalani I Photo: Igor Ripak

Damit bestätigte Schosche stolz den Erfolg des imposanten Events, dass jedoch teilweise einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Und war durch die Tatsache, dass ein solcher Gipfel in Österreich (Dank Schosche!) zum ersten(!) Mal stattfindet. In Deutschland, zum Vergleich, finden Integrationsgipfel bereits seit 14. Juli 2006 statt. Dieser wurde vor 13 Jahren sogar seitens der deutschen Bundesregierung, nämlich Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich, initiiert. Diese Konferenzen werden in Deutschland seit jeher in Begleitung von VertreterInnen aus Politik, den Medien, den MigrantInnenverbänden uvm. abgehalten.

"Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft, und das ist gut so."


In Österreich wurde diese Partizipation seitens der Regierung noch nicht so offen gestaltet, wie es die deutschen Nachbarn etwa schon vorbildlich vorgemacht haben. Der Initiator des Gipfels sieht dies so: "Die einen reden schön über Migrantinnen und Migranten, um mit ihrer Weltoffenheit bei den eigenen Wählerinnen und Wählern zu punkten. Die anderen wiederum reden schlecht über Migrantinnen und Migranten, um mit ihrer Ewiggestrigkeit auch bei den eigenen Wählerinnen und Wählern zu punkten. Mit Migrantinnen und Migranten redet aber kaum jemand."


Photo: Igor Ripak

Auf dem österreichischen Gipfel wurden viele Opinion Leader aus Wirtschaft und Politik geladen. Einige kamen auch. Bundespräsident Alexander Van der Bellen schickte eine Videobotschaft. Der deutsche Soziologe, Speaker und Bestsellerautor Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani hielt einen hochinteressanten Vortrag zu seinem Buch:„Das Integrationsparadox der offenen Gesellschaft“, der einen Schritt weiter geht. Moderiert wurde die Veranstaltung im Zeremoniensaal von ORF-Moderatorin Eser Akbaba.


Wer mit am Tisch sitzt, will auch mitreden


Des Weiteren gab es Begrüßungsworte des Wiener Integrationsstadtrats Jürgen Czernohorszky und der Präsidentin der Arbeiterkammer, Renate Anderl, als UnterstützerInnen des Gipfels. Die Podiumsdiskussionen wurden geschmückt von politischen und medialen Repräsentanten wie etwa der Menschenrechtsaktivistin Mahsa Ghafari, der “Standard”-Journalistin Olivera Stajic, der stellvertretenden Klubobfrau der Grünen Ewa Ernst-Dziedzic, der NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger, der MA17-Leiterin Dr.in Ursula Struppe und vielen, vielen mehr.


Photo: Igor Ripak

In seiner Eröffnungsrede richtete sich der BUM-Herausgeber auch an diese anwesenden Gäste: "Es mögen mir die hier anwesenden Politikerinnen und Politiker verzeihen (übrigens bin ich sehr dankbar, dass Sie heute mit uns hier sind), aber die Politik war in den letzten Jahren, wenn nicht in den letzten Jahrzehnten, leider kein besonders verlässlicher Partner, wenn es darum ging, sich ehrlich und ohne politischen Hintergrundgedanken für die Interessen aller in Österreich lebenden Menschen einzusetzen. Das könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass ich sowie weitere 1,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht wählen dürfen und somit für die politischen Parteien nicht gerade von Nutzen sind."


Zum Schluss betonte Schosche, der bereits die "Integrationswochen" oder den "1. Österreichischen Integrationskongress" 2019 hervorbrachte: "Der erste Integrationsgipfel hat in aller Deutlichkeit gezeigt, dass das der richtige Weg ist. Aber unsere gemeinsame Reise endet nicht jetzt und hier, sie beginnt erst."

Links

Der 1. Österreichische Integrationsgipfel I Website

1. Österreichischer Integrationsgipfel 2019 I Das Programm

1. Österreichischer Integrationskongress 2019 I Website

Wiener Integrationswochen I Website

"Es lebe die Vielfalt!" - Wiener Integrationswochen 2019 I Von Patricia Kornfeld

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